Liebe Besucherinnen und Besucher
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Die Ponte Vecchio bei Nacht. Wer sich auf eine der beiden 3 x 5 Meter großen Pfeilervorlagen der benachbarten Ponte Santa Trinita setzt, kann sich in aller Stille auf ein besonderes Schauspiel einlassen: Abhängig von der Windstärke verändert sich die faszinierende Spiegelung von Brücke und Straßenlicht. |
Auf dieser Brücke befinden sich 36 Juweliergeschäfte,
in denen wir uns Diamenten in allen Variationen, Größen
und Formen zulegten, so dass unsere Reisekasse fast erschöpft
war.
Infolgedessen stellten wir uns auf den Domvorplatz »Piazza
del Duomo« und sangen aus Leibeskräften »Azzurro«,
um uns das Besteigen des Domturms zu verdienen. Nach anstrengenden
414 Stufen kamen wir erschöpft oben an und genossen die
Aussicht.
Da wir durch unsere Gesangseinlage genug verdient hatten, wollten
wir neben dem florentinischen Flair noch etwas anderes kennenlernen
und entschieden uns für eine Busreise nach Lucca.
Nach der anstrengenden Fahrt ließen wir unseren kindischen
Veranlagungen freien Lauf und balancierten auf der 12 Meter hohen
und 4,2 Kilometer langen Mauer entlang. Von dort aus erblickten
wir die Kirche »San Michele« mit der Statue des Erzengels
Michael - flankiert von zwei Drachen. Christine war so ergriffen,
dass sie zu ihnen emporklettern musste. Da wir die Kirche unbedingt
besichtigen wollten, mussten wir trotz brennender Hitze unsere
Strickjacken aus den Rucksäcken kramen, weil auch hier die
Vorschrift der Schulterbedeckung galt.
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Mit voller Energie begaben wir uns nach Pisa, um den
Schiefen Turm zu richten. Jedoch mussten wir feststellen, dass
dieser seit 1990, dem Jahr der Fußball-WM in Italien, gesperrt
ist und wir nur bis auf 10 Meter an ihn herangelassen wurden.
Zur nächsten Stadt fuhren wir mit unseren gemieteten Vespas,
die in Pisa entworfen und gebaut wurden.
Vorbei an den zahlreichen Kanälen landeten wir in der Innenstadt
von Livorno. Von dem mächtigen Bauwerk der Medici
»Fortezza Vecchia« wurden wir fast erschlagen. Ein
kurzes Bad im Mittelmeer sollte uns die nötige Erfrischung
bereiten.
Weiter ging es nach Siena, ins Herz der Toskana. In der
Mitte des muschelförmigen Rathausplatzes »Il Campo«
legten wir uns in die Sonne, um uns zu erholen und aßen
eine Pizza Margherita. Gestärkt stiegen wir zu dem auf einem
Hügel liegenden, marmornen, schwarz-weiß-gemusterten
und zebraähnlichen Dom hinauf.
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Von der in Siena ansässigen Musikschule, die eine der
berühmtesten Italiens ist, war Nina so begeistert, dass
sie hier unbedingt Klavierspielen lernen wollte.
In Arezzo suchten wir schließlich nach einem Klavier.
Von dem »Pieve di Santa Maria«, auch »Turm
der hundert Löcher« genannt, waren wir so begeistert,
dass wir das Klavier ganz vergaßen. Große Begeisterung
löste bei uns auch der große Antiquitätenmarkt
aus, der regelmäßig auf dem »Piazza Grande«
stattfindet.
Die vorletzte Station unserer Traumreise war Prato, die
auch liebevoll "Lumpenstadt" benannt wird., da hier
Lumpen neu verarbeitet werden. Um uns ihre Redekunst zu beweisen,
stieg Stefanie auf die Außenkanzel des Doms und versetzte
den ganzen Platz in helle Begeisterung.
In der Abenddämmerung erreichten wir schließlich Volterra.
Durch die hohe Lage wurden wir ein letztes Mal körperlich
gefordert. Oben angekommen standen wir schon in der Mitte des
»Piazza dei Priori«. Diesem steht der »Porcellino-Turm«
gegenüber, der nach einem Ferkel benannt wurde, das auf
einem Sockel thront.
Während wir begeistert zum Ferkel hinaufblickten, hörten wir ein lautes Piepen. Es war das Klingeln des Telefons, dass uns aus den Träumen riss. Arne rief uns mit dem Hany an und sagte: "Es gibt Frühstück, kommt aus Volterra zurück. Aber »Pronto« !"
Christine Baumgarten, Nina Galwas, Stefanie Kröff.