Liebe Besucherinnen und Besucher
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Auf dem Weg in die Ausstellungsräume
musste ich mich in die lange Besucherschlange vor dem Eingang
einreihen und wäre in Abschätzung der Wartezeit am
liebsten wieder umgedreht. Ich hatte jedoch Glück und musste
nur ca. 30 Minuten warten, bis ich die heiligen Hallen betreten
durfte. Schon die Korridore mit ihren Deckenfresken bescherten
mir einen ersten Eindruck von der überragenden Schaffenskraft
der damaligen Künstler. Aber es sollte noch besser kommen:
Die Säle mit den "richtigen" Kunstwerken sprich
Gemälden der Maler, auf die ich mich so gefreut hatte. Beachtenswert erschien mir der Realismus im Portrait des Herzogs von Urbino. Piero della Francesca scheute sich nicht die Hakennase des Monarchen abzubilden. Die Nase soll durch einen Schwerthieb verunstaltet worden sein. Etwas abgelenkt durch die ungewöhnliche Darstellung fiel mir das für mich fast schönste Gemälde in den Uffizien, Fra Filippo Lippis "Madonna mit dem Kinde und zwei Engeln" nicht auf. Das anmutige Profil der mit Perlen geschmückten Madonna ist wirklich faszinierend. Einige Säle weiter wurde ich fast erschlagen von Botticellis "Geburt der Venus". Dies ist übrigens eines der berühmntesten Gemälde der ganzen Sammlung,. Dementsprechend groß war infolgedessen auch die Menschenmasse davor. Aber schließlich konnte ich doch noch mein Foto schießen. |
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Ein letztes Highlight für mich war Tizians "Venus
von Urbino", die in einem der letzten Säle zu finden
ist. Die freizügige Darstellung war für die damalige
Zeit ziemlich gewagt. Auch heute noch wirkt ihr Lächeln
auf den Betrachter sehr verführerisch. Fazit: Ein tolles Erlebnis! Unbedingt sehenswert und mit Recht eines der schönsten Museen der Welt genannt ! |
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Gabriele Seemann (18)
Bisher tauchte der Name des über 300 Jahre die Geschicke der Stadt bestimmenden Geschlechts vielerorts auf. Wir versprachen uns daher heute, durch die Besichtigung des Anwesens einen fassbaren Eindruck von einer Familie neureicher Kaufleute zu gewinnen, die zwei Päpste und zwei Königinnen hervorbrachten und bis 1737 als Großherzöge über Florenz herrschten.
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Als erstes suchten wir den Palazzo Pitti auf, Wohnsitz der
Medici und und mit seiner 205 Meter langen Fassade der größte
und mächtigste Renaissancepalast. Die Medici kauften das
Objekt groteskerweise jenem Bankier Luca Pitti ab, der ihnen
mit dem Bau erst die Stirn bieten wollte, sich dann aber unter
der Last der Kosten zum Aufgeben gezwungen sah. |
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| Wir begnügten uns mit Informationen wie z. B., dass in diesem Haus auch "Euridice", die erste vollständig erhaltene und von Jacopo Peri komponierte Oper uraufgeführt worden sei. Peri gelte als Erfinder der Oper. Seine "Dafne", die als erstes Werk dieser Gattung angesehen werde, sei jedoch nur in Teilen überliefert. Sie soll hingegen zuerst im Palazzo Corsi zur Aufführung gekommen sein. Im Hause Corsi pflegte nämlich die Camerata Florentina zu tagen, ein Diskussionszirkel von Intellektuellen, denen es erst gegen Ende der Renaissance gelungen sei, ihr musikästhetisches Ideal auf die griechische Antike zu beziehen. So hätten sie die Auffassung vertreten, dass die Texte der griechischen Tragödie gesungen worden seien. |
| An der Rückseite des Palazzo Pitti schließt sich der Boboli-Hang an. Hier verzauberte uns eine der schönsten Gartenanlagen all'italia mit Brunnen, einer Zypressenallee, Grotten und einem Amphiteather. Über einen beeindruckend großen Vorplatz tauchten wir in die grüne Laubwelt ein. Kaum ein Stückchen Himmel war mehr zu sehen, als wir in romantischen Laubgängen langsam, wie in einem Labyrinth, bergauf stiegen. Oben erwartete uns der erste Aussichtspunkt mit Blick in Richtung Norden. Hier verbrachten wir eine halbe Stunde Sonne tankend in luftiger Höhe, bis wir weiter zu einem riesigen Springbrunnen wandelten. Auf einer höher gelegenen Terrasse hatten wir einen herrlichen Blick auf Florenz und Umgebung. Sicherlich haben wir lange nicht alle Ecken dieses zauberhaften Gartens kennengelernt, allerdings reichten die kurzen Impressionen schon aus, eine Vorstellung von der Pracht und Schönheit der Anlage zu gewinnen, aber auch ein beklemmendes Gefühl darüber, welche Macht die Medici besessen haben mussten. |
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Jutta Mehnert (18)